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Das Logo vom BrustZentrum OstSachsen

BrustZentrum OstSachsen

Ein Portrait-Foto von Jacek Glajzer

Chefarzt Jacek Glajzer

über

Chefarztsekretärin 
Frau Cornelia Busse
Tel.: 03586 762 3270
Fax: 03586 762 3279
E-Mail: frauenheilkunde.eb@k-ob.de

Informationen für Patienten und Angehörige

über Brustkrebs

Brustkrebs stellt seit Jahren die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Frauen in der Bundesrepublik Deutschland dar. Im Laufe Ihres Lebens erkrankt etwa jede 8. Frau an Brustkrebs. Laut der Deutschen Krebsgesellschaft werden jährlich über 75.000 Neuerkrankungen diagnostiziert. Zunehmend sind auch jüngere Frauen betroffen.

Wir, als Brustzentrum Ostsachsen, möchten Patienten und Angehörigen als kompetenter Partner zur Seite stehen. Die hier aufgeführten Informationen zu Entstehung, Risiken, Klassifikation und Früherkennung sollen Ihnen einen ersten Einblick in die Thematik verschaffen. Weiterführende Informationen und eine Entscheidungshilfe bietet Ihnen die Patientenleitlinie Brustkrebs.

Wichtig ist es, die Warnzeichen für eine mögliche Brustkrebserkrankung zu kennen. Je eher die Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Selbstverständlich steht Ihnen das Team des Brustzentrum Ostsachsen für weitergehende Fragen zur Verfügung.  

Diagnostik

Je früher ein bösartiger Tumor entdeckt wird, umso größer sind die Heilungschancen. Eine genauere Untersuchung der Brust erfolgt mittels bildgebender Verfahren. Folgende technische Untersuchungsmethoden stehen für die Erkrankungen der Brust zur Verfügung:

  • Mammografie
  • Ultraschall (auch Sonografie genannt)
  • Kernspintomografie (auch Magnetresonanztomografie, KST, MRT genannt)

Neben den drei wichtigsten hier aufgeführten Methoden gibt es noch zahlreiche zusätzliche Aspekte zu beachten. Wenden Sie sich für weitere Fragen oder zur Abklärung vertrauensvoll an die Ärzte in unserem Brustzentrum Ostsachsen.

Therapie

Die Diagnose Brustkrebs ist genauso individuell, wie die Therapie, welche hinter der Diagnose steht. Bevor mit einer Therapie begonnen werden kann, muss daher ein individuell abgestimmter Behandlungsplan aufgestellt werden.
Die Therapie von Brustkrebs baut sich auf drei Säulen auf:

  • operative Therapie
  • medikamentöse Therapie
  • Strahlentherapie

Das interdisziplinäre Ärzteteam im Brustzentrum Ostsachsen erstellt für jeden Patienten einen individuellen Behandlungsplan. Gemeinsam mit Vertretern aus den Fachbereichen Gynäkologie, Radiologie, Strahlentherapie und Onkologie werden Empfehlungen für die optimale Behandlung jedes einzelnen Patienten im Rahmen der wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenz festgelegt und im Anschluss mit dem Betroffenen besprochen.

Wir informieren unsere Patienten und stehen jederzeit für Fragen zur Seite. Denn aus Erfahrung wissen wir, dass es für die Patienten außerordentlich wichtig ist über ihre Therapie aufgeklärt zu sein, um mehr Sicherheit im Umgang mit der Krankheit und deren Bewältigung zu erhalten.

Nachsorge

Eine umfassende Nachsorge beinhaltet die psychische sowie soziale Betreuung und Begleitung der Patientin, die Rehabilitation und das Abwenden und Vermindern von erkrankungs- und therapiebedingten Folgen. Verschiedene Institutionen geben hierzu Anleitungen und Hilfestellungen.

Konnte der Tumor durch die Operation ganz entfernt werden und ist keine weitere Behandlung mehr erforderlich, wird zu regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen geraten. Diese zielen v.a. darauf, einen (möglichen) örtlichen Rückfall frühzeitig zu erkennen und behandeln.

Die vor einigen Jahren übliche turnusmäßige apparativ-technische Nachsorge sowie regelmäßige Tumormarkerbestimmungen haben sich dagegen nicht bewährt. Es erwies sich als besser, mit wenigen ausgewählten Untersuchungen je nach vorhandenen Beschwerden die folgenden Ziele der Nachsorge zu erreichen:

  • rechtzeitiges Erkennen eines Wiederauftretens der Krankheit (Tumorrezidiv)
  • Feststellen und Behandeln von Begleit- und Folgeerkrankungen
  • Unterstützung der Krebskranken bei ihren physischen, psychischen und sozialen Problemen

Im Rahmen der Nachsorge klärt der Arzt die Patientin über Symptome eines Rezi- divs oder einer Absiedlung in andere Organe auf, während er eine ausführliche Zwischenanamnese erhebt und anschließend eine klinische Untersuchung vor- nimmt. Eine gynäkologische Untersuchung ist v.a. bei Patientinnen mit endokriner Therapie (z.B. Tamoxifen über 5 Jahre) wünschenswert.

Kalender zur Nachsorge beim Frauenarzt oder Hausarzt

  • Anamnese und klinische Untersuchung
    bis zum 3. Jahr alle 3 Monate
    4. u. 5. Jahr alle 6 Monate
    ab dem 6. Jahr jährlich
  • Mammographie
    bei brusterhaltender OP operierte Seite in den ersten 3 Jahren halbjährlich andere Brust jährlich
  • Mammasonographie
    dient zur Ergänzung der Mammographie, ihre Notwendigkeit wird vom Radiologen festgelegt

Weitere Untersuchungen werden vom Arzt symptombezogen festgelegt, ebenso die Verordnung von Lymphdrainage bei Auftreten eines Lymphödems, die Beratung zu sekundärem Brustaufbau nach Brustentfernung oder Anpassungsplastik der anderen Brust. Bei Problemen erfolgt eine Vorstellung im Brustzentrum.

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Links und Adressen ??

Leitfaden

Leitlinien sind von Fachexperten entwickelte, wissenschaftlich begründete und  praxisorientierte Entscheidungshilfen, die Ärzte bei Therapieentschedungen unterstützen sollen. Sie stellen ein transparentes Vorgehen dar, welches von mehreren Experten aus verschiedenen Fachbereichen und Arbeits- gruppen zu bestimmten ärztlichen Vorgehensweisen erarbeitet wurde. Leitlinien sind Orientierungshilfen, von denen in begründeten Fällen abgewichen werden kann oder sogar muss. Im Gegensatz zu Richtlinien unterliegen sie keiner gesetzlichen Legitimation.

Relevante Leitlinien hinsichtlich des Mammakarzinoms sollen im Folgenden kurz aufgeführt werden: Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms

  • Fachgesellschaften: Deutsche Gesellschaft für Senologie e.V. und Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe Version 4.4; Stand Juni 2021
    S3-Leitlinie Mammakarzinom

Die Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Onkologie e.V. veröffentlicht auf ihrer Homepage Handlungsempfehlungen der Kommission Mamma

AGO – Die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie

Leistungsspektrum

Gemäß einer abgestuften Betreuungskonzeption werden die Patientinnen ausgehend von einer gezielten Fragestellung bzw. Einweisungsdiagnose über Spezialsprechstunden, Chefvorstellungen, stationäre Aufnahme, präoperative Diagnostik, Konsiliarvorstellungen oder operative Versorgung bis zur Entlassung geführt. Hierbei einen festen, kontinuierlichen und zeitnahen Dialog mit allen einweisenden und weiterbetreuenden Ärzten zu pflegen, ist ein besonderes Anliegen.

Zu den vorrangigen Aufgaben aller Mitarbeiter gehört auch die Einführung neuer oder alternativer Diagnostik- und Therapie (OP)-Methoden zum Vorteil der von uns betreuten Patientinnen. Die anspruchsvolle Möglichkeit, im Brustzentrum Ostsachsen BZOS die Betreuung an Brustkrebs erkrankter Frauen nach internationalem Standard zu gewährleisten, schaffen hierfür beste Voraussetzungen.

Folgende Ärzte unseres Brustzentrums erhielten von OnkoZert (der Zertifizierungsstelle der Deutschen Krebsgesellschaft) die Anerkennung zum „Senior Mammaoperateur“:

Dieses Zertifikat zeichnet unsere Ärzte als besonders erfahrene und qualifizierte Operateure von Krebserkrankungen der weiblichen Brust aus. Als „Senior Mammaoperateur“ in einem zertifizierten Brustzentrum wird nur ausgezeichnet, wer die entsprechenden Qualifikationen und Kennzahlen erfüllt. Dazu gehört unter anderem, dass man über große operative Erfahrung verfügt und innerhalb eines Jahres mindestens 50 Brustkrebsoperationen durchgeführt hat. Durch die Anerkennung als „Senior Mammaoperateur“ kann auch jungen Ärzten eine verbesserte operative Ausbildung geboten werden. Dies wird durch die volle Weiterbildungsermächtigung ergänzt. Das Brustzentrum Ostsachsen (BZOS) ist bestrebt, stets die modernsten Therapieformen anzubieten und an einer kontinuierlichen Verbesserung der Qualität und Leistungsfähigkeit zu arbeiten.

Jacek Glajzer, Chefarzt
Thomas Graf, Oberarzt
Katarzyna Knothe, Oberärztin

Fort- und Weiterbildungen

Sowohl unsere Ärzte als auch unsere Kollegen des mittleren Medizinischen Personals und die Kollegen des therapeutischen Sektors sind zur Teilnahme an regelmäßigen Fort- und Weiterbildungen verpflichtet. Als ein zertifiziertes Brustkrebszentrum ist es zudem auch unsere Pflicht und darüber hinaus unser Wunsch, unseren niedergelassenen Ärzten die Teilnahme an kostenfreien Fortbildungen zu ermöglichen.

Tumorkonferenzen

Umfassende und individuelle Behandlungsplanung für unsere Patientinnen ist eine Kernaufgabe der wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenzen. Die Fälle unserer prä- und postoperativen sowie palliativen Patientinnen werden hier ausführlich vorgestellt und ein individueller und leitliniengerechter Therapieplan wird erstellt. Unsere Fachärzte aus den Bereichen Gynäkologie, internistische und gynäkologische Onkologie, Radiologie, Pathologie und Strahlentherapie sind stets zugegen und diskutieren jeden einzelnen Fall.

Darüber hinaus finden im Anschluss an die Tumorkonferenz regelmäßig kurze Fortbildungen zu verschiedenen Themen statt, beispielsweise Auswertungen neuer Studienergebnisse oder die Zulassung neuer Medikamente.

Niedergelassene Einweiser sind herzlich eingeladen, an den Tumorkonferenzen teilzunehmen. So können sie gemeinsam mit unseren Experten den Fall ihrer Patientin besprechen, die Empfehlung mit treffen und sind stets informiert. Die Tumorkonferenz ist von der Sächsischen Landesärztekammer mit 2 Fortbildungspunkten zertifiziert. Die Teilnahme ist in Zittau, Ebersbach oder ganz bequem online möglich. Sprechen Sie uns für Ihren Zugang gern an: 03586 762 1008 oder christin.kessner@k-ob.de.

Medizinisches Symposium Traditionell im Spätsommer/Herbst veranstalten wir jährlich ein großes medizinisches Symposium für Ärzte und medizinisches Fachpersonal mit namhaften, renommierten Referenten. Themen rund um die Diagnostik, aktuellste Therapieentwicklungen, komplementäre und supportive Medizin, Palliativ- und Schmerzmedizin, psychoonkologische Therapieansätze und vieles mehr erwarten sie. Das nächste Symposium findet im September 2025 statt, wir werden sie zeitnah über das Programm informieren.

Entstehung und Geschichte

Das Brustzentrum Ostsachsen wurde im November 2003 als regionales Netzwerk gegründet, um die Versorgung von Patientinnen mit Brusterkrankungen in der Oberlausitz nachhaltig zu bündeln und weiterzuentwickeln. Bereits ab 1999 verfolgten die Chefärzte der gynäkologischen Kliniken in Ebersbach, Sebnitz und Zittau das gemeinsame Ziel, ihre fachlichen Kompetenzen in einem interdisziplinären Verbund zusammenzuführen.

In einer mehrjährigen Vorbereitungsphase wurden gemeinsame Strukturen, Abläufe und Qualitätsstandards aufgebaut und kontinuierlich optimiert. Auf dieser Grundlage entstand ein leistungsfähiges Netzwerk, das stationäre und ambulante Versorgungsbereiche eng miteinander verbindet.

Von Beginn an versteht sich das Brustzentrum als zentrale Anlauf- und Koordinationsstelle für Patientinnen sowie für einweisende und weiterbehandelnde Ärztinnen und Ärzte. Die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Fachdisziplinen, unterstützenden Dienste und niedergelassenen Partner bildet bis heute das Fundament der erfolgreichen Arbeit.

Aufgrund struktureller Veränderungen schied der Standort Sebnitz im Jahr 2021 aus dem Verbund aus. Die regionale Vernetzung und die wohnortnahe Versorgung blieben davon unberührt und werden weiterhin in bewährter Weise sichergestellt.


Aufgaben und Ziele

Das Brustzentrum Ostsachsen verfolgt das Ziel, eine strukturierte, vernetzte und qualitätsgesicherte Versorgung in der Region zu gewährleisten. Im Mittelpunkt steht dabei das koordinierte Zusammenwirken aller beteiligten Partner.

Zu den zentralen Aufgaben gehören:

  • die enge Abstimmung zwischen allen Fachdisziplinen und Kooperationspartnern
  • die Organisation interdisziplinärer Fallbesprechungen
  • die Sicherstellung einheitlicher Standards und transparenter Abläufe
  • die Förderung von Fort- und Weiterbildungen
  • die kontinuierliche Weiterentwicklung des Netzwerkes

Ein wesentliches Element der Zusammenarbeit ist die regelmäßige interdisziplinäre Tumorkonferenz. Hier werden gemeinsam abgestimmte Konzepte erarbeitet und die sektorübergreifende Versorgung koordiniert.

Darüber hinaus versteht sich das Brustzentrum als Plattform für fachlichen Austausch, Qualitätssicherung und Innovation. Ziel ist es, die regionale Versorgungsstruktur langfristig zu stärken und weiterzuentwickeln.


Zertifizierung

Seit 2005 ist das Brustzentrum Ostsachsen nach den Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie zertifiziert. Diese Zertifizierung bildet die Grundlage für die strukturelle und organisatorische Arbeit des Zentrums.

Im Rahmen der regelmäßigen Audits werden unter anderem geprüft:

  • die interdisziplinäre Zusammenarbeit,
  • die Qualifikation der beteiligten Fachkräfte,
  • die Organisation der Netzwerkstrukturen,
  • die Dokumentation von Abläufen,
  • die Umsetzung von Fortbildungsmaßnahmen.

Die erfolgreiche Teilnahme an den jährlichen Überprüfungen bestätigt die nachhaltige Qualität und Stabilität des Zentrums. Gleichzeitig dienen diese Verfahren der kontinuierlichen Weiterentwicklung und Optimierung aller Prozesse.

Die Zertifizierung stärkt zudem die enge Einbindung externer Partner und sorgt für Transparenz gegenüber Patientinnen, Zuweisern und Öffentlichkeit.



Das Brustzentrum Ostsachsen stellt sich vor. Chefarzt Glajzer, unser onkologisches Pflegefachpersonal und auch Patientinnen geben Einblicke in ihre Erfahrungen.